Der Pinienprozessionsspinner
04.März 2009
| Schlagwörter:
Tiere
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Die Prozession der besonderen Art. Es ist die Zeit der Prozessionen, doch nicht der menschlichen Art. Im Februar setzen sich in mediterranen Regionen und der Algarve die Prozessionen des Pinienprozessionsspinners (Thaumetopoea pityocampa) wieder in Gang. Was niedlich aussieht, wenn sich Raupe an Raupe reiht, kann für Mensch und Pinie ernsthafte Folgen haben.

An der Algarve ist der Pinienprozessionsspinner bestens bekannt. Denn er kann forstwirtschaftliche Schäden grösseren Ausmasses anrichten. Zudem kann er schwere Gesundheitsschäden verursachen.
Die winzigen Brennhaare enthalten ein giftiges Protein, das beim Menschen zu schweren Hautentzündungen, Schwindel und Atemnot bis hin zum anaphylaktischen Schock führen kann. Die Brennhaare sind zudem auch in die Raupennester eingewebt und können leicht vom Wind verweht werden.
Wie kann man den Pinienprozessionsspinner bekämpfen
Gemäss dem Lebenszyklus hat man zu verschiedenen Jahreszeiten unterschiedliche Möglichkeiten. In den Sommermonaten legen die Schmetterlinge des Pinienprozessionsspinners die Eier in provisorischen Nestern in den Zweigen der Pinien ab.
Die Larven schlüpfen, entwickeln sich und bilden die oft Fussball gross weisslich schimmernden Nester in den Wirtsbäumen, die von mehreren Tausend Raupen bewohnt sein können.

Diese Nester können entfernt werden. Aufgrund der giftigen Haare der Raupen muss jedoch sehr vorsichtig hantiert werden. Der gesamte Körper muss mit Schutzanzug, Schutzbrille komplett geschützt werden. Die Nester müssen anschliessend verbrannt oder zerdrückt werden.
Im Frühjahr, ab Mitte Februar beginnt an der Algarve die Prozession des Pinienprozessionsspinners, wo sich eine Raupe durch den Tastsinn an ihren Vorgänger orientiert. Die Raupen wandern nach unten, um sich im Erdboden zu vergraben. Dort schlüpft dann im Sommer der Schmetterling des Pinienprozessionsspinners und ein neuer Zyklus beginnt.
Die Prozession und das Verpuppen kann aufgehalten werden, indem man am Pinienstamm Klebebänder anbringt um die Raupen aufzuhalten. Die Raupen können auch aufgesammelt werden. Doch wird auch hier um äusserste Vorsicht aufgrund der gesundheitlichen Probleme, die die Raupen verursachen können, gebeten.

Die chemische Keule
In der Forstwirtschaft wird auch das Mittel Dimilin, chemisch Diflubenzuron, angewendet. Es wird an der Algarve Mitte September bis Ende Oktober in die Kronen der Pinien gespritzt. Dabei handelt es sich jedoch um ein sehr giftiges Schädlingsbekämpfungsmittel, das früher oder später ins Grundwasser gelangt.
Gartenbesitzern an der Algarve wird empfohlen, Pinien durch guten Dünger zu stärken damit diese ihre eigenen Abwehrmechanismen aktivieren. Das beherzte Einsammeln der Raupen sowie der Raupennester reduziert die Raupenplage ebenfalls von Jahr zu Jahr.
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