Feuer und Flamme für Burnout

27.Mai 2008

„Wer je ein ausgebranntes Gebäude gesehen hat,…“, so beginnt der Vergleich von Psychoanalytiker Herbert Freudenberger mit dem Burnout eines Menschen. 


Woher stammt der Begriff „Burnout“?


Der Begriff Burnout (englisch: to burn out = ausbrennen) wurde 1974 von Freudenberger geprägt. Doch was steckt hinter dem Burnoutsyndrom? Burnoutsyndrom ist heute längst keine Managerkrankheit mehr.

Wer kann vom Burnout betroffen werden?

Jeder kann betroffen sein. Berufstätige in allen Berufszweigen, Arbeitslose, Hausfrauen, Rentner, sogar Kinder. Die Anforderungen in dieser schnellen und technisierten Welt steigen stetig.

Besonders Menschen, die hohe Anforderungen an sich selbst stellen, sind gefährdet am Burnoutsyndrom zu erkranken. Wer seine eigenen Bedürfnisse ständig überhört, sich dauerhaft überlastet, muss sich irgendwann leer und ausgebrannt fühlen.

Jeder Mensch hat Phasen, in denen er vermehrt Stress und Druck ausgesetzt ist. Wichtig ist jedoch, dass hierauf Phasen der Entspannung und Erholung folgen.

Die Kraftreserven eines Menschen sind begrenzt, ähnlich der Energie eines Akkus. Ist die Energie aufgebraucht und wird sie nicht wieder aufgeladen, geht bald gar nichts mehr.

Wie entwickelt sich ein Burnout?

Der Weg zum Burnout ist vorprogrammiert. Dabei ist es den Betroffenen anfangs oft nicht bewusst, denn Burnout ist ein schleichender Prozess. Die Symptome sind vielfältig und in den verschiedenen Stadien unterschiedlich.

Oftmals steht vor dem Burnout das Brennen für eine Sache. Symptome wie ständige Müdigkeit, körperliche Erschöpfung, sozialer Rückzug können bereits erste Anzeichen für ein Burnoutsyndrom sein.

Fühlt man sich erst mal innerlich völlig leer und gleichgültig, ist depressiv und denkt sogar an Selbstmord, dann ist ein Weg aus dem Burnout ohne professionelle Hilfe kaum mehr zu schaffen.

Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Schlaf und das Akzeptieren eigener Grenzen können dem Burnout vorbeugen. Denn um ein völlig ausgebranntes Gebäude instand zu setzen, braucht es viel Zeit und die Arbeit eines Profis.