Das Allroundmittel „Teebaumöl“

27.Mai 2008

Der Teebaum (griechisch: „Melaleuca alternifolia“) wächst in Australien. Schon die Ureinwohner Australiens erkannten die Heilkraft des Teebaumöls. 


Sie zerdrückten z. B. die Blätter des Teebaums und inhallierten die freiwerdenden Öldämpfe. Captain James Cook, der 1770 Australien entdeckt hat, brachte das Teebaumöl nach Europa.
Woher kommt der Name Teebaumöl?

Der Name Teebaum erklärt sich aus der Tatsache, dass die Engländer aus den Blättern des Baumes Kräutertee kochten. Die Blätter des Teebaums und damit auch deren ätherisches Öl enthalten über 100 Wirkstoffe.

Die wertvollsten sind Cineol, Alpha Pinen und Terpinen. Diese sind hauptsächlich dafür verantwortlich, dass man mit Teebaumöl sowohl Viren als auch Bakterien und Pilze bekämpfen kann.

Welche Stellung hat das Teebaumöl?

Es nimmt deshalb wegen seines einmalig breiten Wirkungsspektrums eine Sonderstellung unter den ätherischen Ölen ein. Heute wird das Teebaumöl von vielen Ärzten eingesetzt und in der Schulmedizin empfohlen.

Wie wird das Teebaumöl produziert?

Die Gewinnung und Herstellung des ätherischen Öls geschieht durch Destillation. Dabei werden die Blätter mit Wasserdampf erhitzt. Dann wird das Öl mit dem Wasser herausdestilliert.

Da Öl leichter als Wasser ist, kann man beide Flüssigkeiten leicht voneinander trennen. Die Gewinnung ist jedoch sehr aufwendig, weil für ca. 10 Liter Teebaumöl etwa 1.500 Teebäume benötigt werden.

Wofür wird das Teebaumöl verarbeitet?

Für die Kosmetikindustrie ist Teebaumöl auch wegen dessen hautschonenden Eigenschaften ein überaus interessantes Produkt. Es kommt in Shampoos, Duschgels, Cremes, Zahncremes, Lippenstifte, Seifen und Gesichtswassern vor.

Nicht nur für die körperliche Hygiene, sondern auch für die Gesundheit ist dieses ätherische Öl von großer Bedeutung. Es können damit viele Krankheiten erfolgreich behandelt werden.

Dazu zählen u. a. Akne, Asthma, Erkältung, Fußpilz, Blasenentzündung, Sonnenbrand, Hexenschuß, Krampfadern und viele verschiedene andere Schmerzarten. Teebaumöl weist von allen ätherischen Ölen die geringsten Nebenwirkungen auf.

Manche Menschen reagieren allerdings allergisch auf Teebaumöl. In der Herstellung ist Teebaumöl, genauso wie alle anderen ätherischen Öle, recht teuer, jedoch im Verbrauch sehr sparsam.

Man sollte unbedingt beim Kauf darauf achten, dass man sich nicht eine Mogelpackung wegen eines billigeren Kaufpreises einhandelt, was in Großmärkten häufig der Fall ist.

Denn die enthalten zumeist nicht 100 % reines Teebaumöl, sondern sind mit anderen Billigölen und Wasser gemischt. Um sicher zu sein, sollte dieses Produkt nur in Apotheken erworben werden.

100%iges Teebaumöl konserviert sich selbst, weshalb keine Zusatzstoffe für eine lange Haltbarkeit notwendig sind. An lichtgeschützten Orten ist Teebaumöl bis zu 10 Jahren haltbar.